Schon vor einiger Zeit habe ich in meinem Blog über das Thema „Wasser trinken“ geschrieben. Immer noch nehmen viele Menschen täglich zu wenig Flüssigkeit zu sich und oft wird das Falsche getrungen.

Was ich meinen Klienten immer wieder ans Herz lege ist ausreichend Wasser am Tag zu sich zu nehmen. Mindestens drei Liter am Tag ist mein grober Richtwert, der täglich getrunken werden sollte, um folgende Abläufe im Körper am Laufen zu halten:

1. Wasser reguliert unsere Körpertemperatur.

2. Unsere Zellen bestehen hauptsächlich aus Wasser. Ohne Wasser können diese nicht richtig arbeiten.

3. Wasser ist ein wichtiger „Helfer“ in unserem Stoffwechsel beim Thema Transport und Verdünnung. Es sorgt dafür, dass Nährstoffe, wie beispielsweise Proteine und Fette aufgespalten und so besser von den Zellen aufgenommen werden können.

4. Wasser enthält viele wichtige Mineralstoffe, die für super viele Funktionen in unserem Körper verantwortlich sind. Eisen unterstützt die Energiebereitstellung und die Blutbildung, Kalzium ist wichtig für Zähne und Knochen. Kalium unterstützt die Herz- und die Muskeltätigkeit und Natrium und Chlorid sorgen für einen ausgeglichenen Säure – Basen – Haushalt.

5. Wasser kann beim Abnehmen helfen. Es unterstützt die Verdauung (ein Glas warmes Wasser vor der Mahlzeit) und sorgt für ein früheres Sättigungsgefühl bei null Kalorien!

Erst letztens habe ich vom „antidiuretischem Hormon“ gelesen. Dies wird vom Körper ausgeschüttet, wenn zu wenig getrunken wird und der Organismus dehydriert, sprich trocknet aus. Wenn Wasser knapp wird, sorgt der Körper automatisch dafür, dass Wasser zurückgehalten wird. Es bewirkt eine verstärkte Rückgewinnung von Wasser aus dem Primärharn und befeuert außerdem die Ausschüttung des Stresshormons Kortisol.
Die Folge hiervon sind der Anstieg des Blutdrucks, eine Verschlechterung der Nieren- und Blasentätigkeit und die Entstehung von Entzündungen und weiteren Folgekrankheiten.

Beobachtet man ältere Menschen, die oft zu wenig trinken, sind diese meist geistig verwirrt. Wusstest du, dass unser Gehirn zu 75 Prozent aus Wasser besteht? Ein Glas Wasser kann hier helfen. Es gibt sogar Anzeichen, dass ein langfristiges Defizit an Wasser Demenz begünstigen kann.

Welches Wasser soll ich trinken?

Schaut man in den Getränkeladen, wird man von einer Vielzahl von Mineralwässern überschwemmt. Wenn du dir noch einmal oben Punkt 4 anschaust, dann sollte ein gutes Mineralwasser all diese Mineralstoffe enthalten.

Als grober Richtwert gilt hier 250 Milligramm Kalzium, nicht allzu viel Natrium (zu viel schmeckt leicht salzig) und Kalium (gerne mehr bei viel Sport und bei Muskelkrämpfen).

Ein selten enthaltener Mineralstoff ist Lithium. Dieser kommt in geringsten Mengen in einigen Mineralwässern vor (1 – 2 Milligramm je Liter) und hat eine aufmunternde Wirkung. Es gibt auch hier Studien, die besagen, dass Lithium die Zellen vor oxidativem Stress schützen können und sogar bei Demenz helfen können.

Trinken kann man sich antrainieren. Mein Tipp ist es, sich immer ein volles Glas dort hinzustellen, wo man gerade ist. Sieht man es und geht dran vorbei, dann nimmt man einen großen Schluck, bis es leer ist.
Ein „Trink – Tagebuch“ kann auch helfen, erste einmal aufzuzeigen, wieviel man eigentlich trinkt. 3 Liter – Flaschen Wasser sollten am Tag leergetrunken sein.
Übrigens nimmt man auch Flüssigkeit aus der Nahrung auf, vorausgesetzt man ißt viel Obst, Gemüsen oder Suppen. 20 bis 30 Prozent Wasser des Tagesbedarfs können dies schon ausmachen.

Falls du dein Wasser ein wenig „verfeinern“ möchtest, dann sind eine Scheibe Zitrone, eine Scheibe Gurke oder Minzblätter ein super Erfrischer. Hier findest du einen super Tipp für den bald beginnenden Sommer.