Wir sind mal wieder auf La Palma und die Auswahl an exotischen Früchten ist einfach prima. Vor ein paar Jahren habe ich von den vielen super Inhaltsstoffen der Papaya geschrieben. Heute geht es um ihre Kerne.

Papayakerne werden oft weggeworfen, obwohl sie zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. In vielen tropischen Ländern werden sie seit Jahrhunderten sowohl als Gewürz als auch in der traditionellen Naturheilkunde verwendet. Ihr Geschmack ist scharf und leicht bitter und erinnert an eine Mischung aus Pfeffer und Senf.

Obwohl Papayakerne interessante gesundheitliche Eigenschaften besitzen, sollten sie nur in kleinen Mengen verzehrt werden.

Papayakerne enthalten eine Vielzahl bioaktiver Pflanzenstoffe, darunter:

  • Antioxidantien (Polyphenole und Flavonoide)
  • Gesunde Fettsäuren, insbesondere Ölsäure
  • Ballaststoffe
  • Enzyme
  • Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Calcium
  • Senfölglykoside und Benzylisothiocyanat – Stoffe, denen verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden.

Diese Kombination macht die Kerne zu einer interessanten Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung.

Das steckt alles in den kleinen Kernen:

1. Unterstützung der Verdauung

Papayakerne können die Verdauung auf unterschiedliche Weise fördern. Sie enthalten Ballaststoffe, die die Darmtätigkeit anregen und eine gesunde Verdauung unterstützen. Darüber hinaus enthalten sie Enzyme, die den Verdauungsprozess ergänzen können. Wissenschaftlich gut belegt ist vor allem die positive Wirkung der Ballaststoffe auf die Darmgesundheit. Dadurch können sie helfen, Heißhunger vorzubeugen. Sie sind jedoch kein Wundermittel zum Abnehmen.

2. Reich an Antioxidantien

Freie Radikale entstehen ständig im Körper – beispielsweise durch Stress, UV-Strahlung oder Umweltbelastungen. Werden sie nicht ausreichend neutralisiert, können sie die Zellen schädigen.Die Antioxidantien in Papayakernen helfen dabei, diese freien Radikale unschädlich zu machen.

3. Unterstützung des Immunsystems

Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe können dazu beitragen, die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers zu unterstützen. Zwar sind Papayakerne kein Ersatz für eine gesunde Lebensweise, doch als Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung können sie einen kleinen Beitrag zur allgemeinen Gesundheit leisten.

4. Antibakterielle Eigenschaften

Laboruntersuchungen zeigen, dass bestimmte Inhaltsstoffe der Papayakerne das Wachstum verschiedener Bakterien hemmen können. Diese Wirkung wird vor allem dem Benzylisothiocyanat zugeschrieben.

5. Mögliche antiparasitäre Wirkung

In der traditionellen Medizin werden Papayakerne seit Langem zur Unterstützung gegen Darmparasiten eingesetzt. Einige kleinere wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass Papayakerne in Kombination mit anderen natürlichen Stoffen dabei helfen könnten, bestimmte Darmparasiten zu reduzieren.

6. Entzündungshemmende Eigenschaften und gut fürs Herz

Chronische Entzündungen gelten als Mitverursacher vieler Erkrankungen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Gelenkbeschwerden.

Einige Inhaltsstoffe der Papayakerne zeigen in Labor- und Tierstudien entzündungshemmende Eigenschaften. Ob der regelmäßige Verzehr beim Menschen einen relevanten gesundheitlichen Nutzen bringt, ist jedoch noch Gegenstand der Forschung.Papayakerne enthalten einfach ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Ölsäure – dieselbe Fettsäure, die auch in Olivenöl reichlich vorkommt. Diese Fette können im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung dazu beitragen, normale Cholesterinwerte zu unterstützen.

Papayakerne sollten nur in kleinen Mengen verzehrt werden. Für gesunde Erwachsene gelten etwa:

  • 5 bis 10 Kerne täglich als kleine Menge.
  • Bis zu 1 Teelöffel (ca. 15–20 Kerne) gelegentlich wird von vielen als gut verträglich empfunden.

Größere Mengen sind nicht empfehlenswert. Sie können frisch oder getrocknet verwendet werden. Aufgrund ihres pfeffrigen Geschmacks eignen sie sich hervorragend als Gewürz. Probier es einfach mal aus.