„Erfolgreich zu sein setzt zwei Dinge voraus: Klare Ziele und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen.“ Diesen Satz findest du auf meiner Homepage. Du kannst ihn für viele Vorhaben in deinem Leben nutzen. Sei es dein berufliches Ziel, Kariere zu machen, das Haus für die Familie zu bauen oder einen Marathon zu laufen. Der Satz passt immer!

Du musst für dein Ziel brennen

In meiner Arbeit als Personaltrainer geht es bei fast allen meiner Klienten um sportliche oder gesundheitliche Ziele. Die 5 Kilometer unter 25 Minuten laufen oder endlich den ersten Klimmzug schaffen, fallen mir hier spontan ein. Das Ziel zur Wunschfigur hat jeder von uns vor Augen. Es zu erreichen fällt den Meisten von uns schwer. Die Ursachen sind ganz einfach zu finden. Entweder ist das Ziel nicht  klar genug definiert oder die Motivation ist zu gering. Um bei meinem Einführungssatz zu bleiben könnte man auch sagen: Der brennende Wunsch ist nur eine kleine Flamme.

Am letzten Wochenende fand die 50. Auflage des Hermannslauf statt. 31,1 Kilometer durch den Teutoburger Wald von Detmold nach Bielefeld up and down. Für viele Läufer der Lauf des Jahres. Für meine Freunde und für mich eine Frühstücksidee, mal wieder „richtig laufen zu gehen“. Die Idee war im Januar geboren und im Februar war die Anmeldung für den Lauf abgeschickt. Dann begann die Vorbereitung, das Ziel zu erreichen. Anhand des Hermannslauf erkläre ich dir, wie ich vorgegangen bin. mein Ziel zu erreichen.

 

In 4 Schritten zum Ziel

 

Schritt 1: Überlege dein WARUM

Warum will ich den Hermannslauf laufen? Diese Frage habe ich mir schon in der Vergangenheit des Öfteren gestellt. Die Antwort, die ich schon von vielen gehört habe lautet: „Weil jeder Läufer dieses Laufevent in seinem Leben einmal mitgemacht haben sollte.“ Ich habe schon viele Marathonläufe absolviert. Der „Hermann“, wie er in der Läuferszene gerne genannt wird, hat seine vielen Besonderheiten und ist mit den 42,195 Kilometern gut zu vergleichen. Der Unterschied ist jedoch das abwechslungsreiche Streckenprofil, das ewige auf und ab und die tolle Atmosphäre. Viele gute Argumente, warum ich in diesem Jahr starten musste!

Schritt 2: Definiere dein ZIEL

Mein Ziel lautet ganz einfach: Unter 2:20 Stunden ins Ziel! Diese Zahl habe ich seit meiner Anmeldung im Februar im Kopf gehabt. Egal ob bei meinen Trainingsläufen, bei der Erstellung meines Trainingsplans oder wenn ich gefragt wurde, was ich vor habe. Die 2 Stunden und 20 Minuten waren immer meine Antwort. Für dein Ziel solltest du eine genauso klare Aussage haben. Geht es ums Abnehmen, dann schreib dir ein Zielgewicht auf und schreibe das genaue Datum dazu, damit dein Ziel noch klarer wird. Du wirst sehen, wie dich diese Zahlen motivieren und dich dazu bringen, noch fester an dein Ziel zu glauben. Denke jedoch daran, dass dein Ziel zu dir passt und realistisch ist. Auch ich habe bei meinem Ziel daran gedacht, wo ich trainingstechnisch stehe und was ich an Trainingsaufwand investieren kann. Alles was zu aufwendig ist oder nicht in deinen Wochenplan passt, ist schwer umzusetzen und letztendlich scheitert man daran und gibt irgendwann auf.

Schritt 3: Der WEG ist das Ziel

Disziplin, Durchhaltevermögen, Verzicht und das Tun sind Eigenschaften, die dir immer wieder auf dem Weg zu deinem Ziel begegnen werden. Für 10 Wochen habe ich mein Training aufs Laufen fokussiert. Was in den letzten Jahren 2 mal 10 Kilometer pro Woche waren, waren in der Vorbereitung oft das Doppelte bis Dreifache. Ich mache gerne Sport und an Disziplin fehlt es bei mir nie. Das Durchhaltevermögen war gerade am Anfang der langen Laufeinheiten oft mit Schmerzen verbunden. Ich habe gemerkt, dass mit jedem Training auch die Schmerzen weniger wurden. Auch du wirst spüren, wie sich dein Körper am Anfang quälen muss und sich mit der Zeit die Qualen zu einem super Gefühl verwandeln werden. Das Aufraffen und das Tun wird dann von selbst kommen und du wirst merken, wie einfach dein Weg auf einmal zu gehen ist. Beim Verzicht habe ich ein wenig auf meinen Weinkonsum geachtet und diesen gerade vor dem Lauf reduziert. Das schöne ist, dass der Wein nach dem Lauf noch viel besser schmeckt…

Schritt 4: Denke stets POSITIV

Ein positives Bild und positive Gedanken unterstützen dich bei deinem Vorhaben. Gerade bei einem langen Lauf kommen einem viele Bilder und Gedanken in den Kopf, man hat ja ordentlich Zeit. Ab Kilometer 16 hatte ich beim Herrmann Schmerzen in der Leiste und die Beine wurden mit jedem Kilometer gefühlt immer schwerer. Hier hatte ich die Wahl. Ich konnte mich auf die schmerzende Leiste fixieren, was die Beine noch schwerer hätten werden lassen. Auf der anderen Seite konnte ich mich darauf konzentrieren, was sich in meinem Körper gut anfühlt. Ich habe mich für die schmerzfreien Bereiche entschieden, im Nachhinein die bessere Wahl. Auch die Berge und Anstiege, die mir von Kilometer zu Kilometer immer steiler erschienen, hätte ich verfluchen können oder sie einfach annehmen mit dem Gedanken, dass ich sie gleich geschafft habe. Auf den letzten 5 Kilometern hatte dich das Bild des Zieleinlaufs vor Augen, mit jubelnden Menschen und mit meiner Frau Anja, die mich auch schließlich nach spätestens 2:20 Stunden im Ziel erwartete.

Das Bild des Zieleinlaufs, die guten Gedanken und stets ein Lächeln im Gesicht haben mir die Kraft und  Energie gegeben durchzuhalten. Am Ende stand auf meiner Stoppuhr 2:16:47 Stunden und mein Ziel war erreicht. Die Beine tun zwar noch ein wenig weh, ich weiß jedoch schon jetzt, was ich im nächsten Jahr für ein Ziel habe – unter 2:15 Stunden!

Wenn du ein Ziel vor Augen hast, dann beginne jetzt, dieses umzusetzen. Gerne unterstütze ich dich dabei und freue mich von dir zu hören.